Therapiene für Uterusmyome, Knochentumore, Brusttumore

Uterusmyome

Erfahren Sie mehr über unsere Therapiemöglichkeiten

Ablauf

Schritt 1 - Screening und Aufklärung

Nach der Prüfung der technischen Machbarkeit durch die MRT Aufnahmen erfolgt eine Aufklärung / Beratung durch den FUS Spezialist. Die Aufnahmen werden mit der Patientin besprochen. Eine individuelle Aufklärung über den Verlauf, Risiken und Nebenwirkungen wird geführt. Unter Umständen erfolgt auch die Vorstellung in der Myomsprechstunde des Marienhospitals bei CA Dr. Kolberg oder Oberärztin Frau Dr. Wetzig um andere alternative Methoden zu besprechen.

Schritt 2 - Klärung der Kostenübernahme und Terminvereinbarung

Nach Klärung der Kostenübernahme mit der zuständigen Krankenversicherung (Unterstützung durch unsere Hotline) kann telefonisch ein Termin zur MRgFUS Behandlung vereinbart werden.

Schritt 3 - Behandlungstag:

Zur ambulanten Behandlung kommen die Patientinnen zum vereinbarten Termin ins FUS Zentrum Bottrop. Die Behandlung dauert ca. 2-3 Stunden, abhängig von der Myomgrösse können aber ausnahmsweise bis zu 5 Stunden notwendig sein.

Zunächst wird ein intravenöser Zugang gelegt. Dies ist notwendig für die Schmerzmedikation. Um unerwünschte, starke Bewegungen des Darmes zu vermeiden, erhalten die Patientinnen in der Regel auch Buscopan. Es wird auch ein Blasenkatheter eingeführt. Dieser dient dazu, die Füllmenge der Harnblase während der Behandlung kontrollieren zu können.

Anschliessend wird die Patientin im MRT wie bei der Voruntersuchung auf dem Ultraschallgerät positioniert. Ein leichtes Beruhigungs- und Schmerzmittel sorgt dafür, dass die Patientin nur wenig von der Behandlung mit bekommt. Zu Beginn werden zur genauen Planung nochmals 3-dimensionale Bilder angefertigt um danach das Myom, nach optimaler Lagerung der Patientin, Punkt für Punkt mit Ultraschall zu erhitzen. Das Eiweiß der Myomzellen wird denaturiert. Der FUS-Spezialist kontrolliert während der gesamten Behandlung die Temperaturentwicklung im Gewebe und die Lage der Gebärmutter. Nach Ende der Behandlung wird eine Kontrastmittelaufnahme durchgeführt. Dabei kann man bereits in diesem Zeitpunkt den Erfolg der Behandlung sehr gut einschätzen. Abgetötete Myomzellen können kein Kontrastmittel aufnehmen. Somit kann man den Anteil der nicht mehr lebensfähigen Zellen des Myoms darstellen und auswerten. Das dazu benützte Merkmal ist das sog. Nicht Perfundierte Volumenratio oder abgekürzt NPV. Es drückt das Verhältnis des inaktivierten Myomteils zu dem ursprünglichen Myomvolumen in Prozent aus. Nach mehreren internationalen Publikationen kann man ab einem NPV von 60 % von einem guten Behandlungsergebnis ausgehen.

Nach der Behandlung können die Patientinnen in der Regel innerhalb einer Stunde das FUS Zentrum in Begleitung verlassen. Wegen der verabreichten Medikamente ist eine selbstständige Teilnahme am Strassenverkehr nicht zulässig.

Schritt 4 - Kontrolle

In regelmäßigen Abständen werden wir die Beschwerden und das Myom selber kontrollieren. Ablauf und Terminplan besprechen Sie mit unserer Patientenkoordinatorin

Das behandelte Myomgewebe wird über einen Zeitraum von mehreren Monaten vom körpereigenen Immunsystem teilweise abgebaut. Die myombedingten Beschwerden gehen zurück oder verschwinden nach und nach ganz.

Abbildung: Myom vor Behandlung
Myom vor MRgFUS Behandlung
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Fallbeispiel

48 jährige Patientin mit einem Myomvolumen von 280cc

Abbildung: Myom 6 Monate nach Behandlung
Myom 6 Monate nach MRgFUS
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Behandlung mit MRgFUS: Schrumpfung nach 6 Monaten